Widerstandsfähige Beschichtungen für die Optoelektronik

Widerstandsfähige Beschichtungen für die Optoelektronik

An der ETU "LETI" wurden Schutzbeschichtungen entwickelt, die die Elemente der Optoelektronik verstärken und sie vor äußeren Einflüssen schützen.

42

Heute werden Nanomaterialien wie Substrate auf Basis von Zinksulfid (ZnS) aktiv im radioelektronischen Gerätebau, Medizin und Informationstechnologie eingesetzt. Um die Leistungseigenschaften von ZnS-Materialien aufrechtzuerhalten, ist es erforderlich, einen Schutz gegen das Eindringen von Feuchtigkeit, mechanische, Laser- und thermische Einwirkungen bereitzustellen. Diese Probleme kann man durch die Verwendung spezieller Beschichtungen lösen. 

Am Lehrstuhl für Photonik der St. Petersburger Elektrotechnischen Universität "LETI" zusammen mit der Abteilung für Photophysik von nanostrukturierten Materialien und Bauelementen des Optischen Wawilow-Instituts hat man Schutzbeschichtungen für ZnS-Halbleitermaterialien auf Basis von laserabgeschiedenen Kohlenstoffnanoröhren entwickelt. Die technologische Einzigartigkeit der Erfindung liegt in ihrer Umweltfreundlichkeit und Genauigkeit – für die Beschichtung wird ein berührungsloses kontrolliertes Verfahren verwendet. Wichtig ist auch, dass die in einem elektrischen Feld beschleunigten Kohlenstoff-Nanoröhren Bindungen aufbrechen und in das ZnS-Gitter implantiert werden, wodurch ein völlig neuer Verbundstoff entsteht. Die wissenschaftliche Neuheit des Projekts liegt in der berührungslosen Methode zum Aufbringen von Kohlenstoffnanoröhren, die darin besteht, das Substrat unter Einwirkung einer einstellbaren Laserstrahlung zu erhitzen.

Die Forscher haben vor, die in diesem Projekt verwendeten Nanoröhren-Abscheidungsverfahren zu patentieren und weiterhin mit anderen Materialien zu arbeiten, die diese Technologie verwenden. Es ist auch geplant, diese Oberflächen einer harten UV-Bestrahlung auszusetzen, um zu sehen, ob diese Schichten im Vakuum-Ultraviolett verwendet werden können.