Sensor zur Kariesdiagnostik

Sensor zur Kariesdiagnostik

Forscher der ETU "LETI" haben einen Sensor zur schnellen Diagnose von Karies mithilfe von Strom entwickelt.

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Am Lehrstuhl für theoretische Grundlagen der Elektrotechnik der St. Petersburger Elektrotechnischen Universität "LETI" entwickelte man das Konzept eines kleinen Geräts zur schnellen Diagnose von Pulpalosen und von Karies betroffenen Zähnen durch Messung der Impedanz (komplexer elektrischer Widerstand) auf mehreren Frequenzen. Wenn man einen Wechselstrom durch den Zahn in Frage leitet und dessen Impedanz an mehreren Punkten im Frequenzbereich misst, so kann man feststellen, ob der Zahn gesund, karies- oder Pulpafrei ist.

Mit dem Gerät kann man einen Zahn, bei dem eine Pathologie vermutet wird, schmerzlos für den Patienten und in kurzer Zeit direkt in der Arztpraxis untersuchen. Der Zahnarzt muss lediglich die Elektroden am gewünschten Zahn anbringen und warten, bis das Ergebnis auf dem Bildschirm angezeigt wird.

Derzeit wurde bereits ein spezieller Sensor entwickelt, der aus zwei kleinen zylindrischen Elektroden besteht, die auf dem zu untersuchenden Zahn platziert werden. Bestehende Lösungen auf dem Markt waren für die Arbeit mit solch kleinen Objekten nicht geeignet, sodass die LETI-Forscher dieses Problem selbst lösen mussten.