Neue Formen der internationalen akademischen Mobilität

Neue Formen der internationalen akademischen Mobilität

Die ETU "LETI" setzt neue Formen der internationalen akademischen Mobilität während der Coronavirus-Pandemie erfolgreich um.

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Die Leiterin der Abteilung für Internationale Akademische Mobilität der St. Petersburger Elektrotechnischen Universität "LETI" Maria A. Kiselewa erzählt, wie der Studentenaustausch und andere Arten der akademischen Mobilität heutzutage erfolgen:

- Können Studierende während der heutigen Pandemie und bei teilweise geschlossenen Grenzen an akademischen Mobilitätsprogrammen teilnehmen?

- An unserer Universität verzichteten einige Studenten wegen der Pandemie auf das Studium im Ausland. Aber es gab Studenten, die im Rahmen des Studentenaustausches nach Deutschland und Finnland reisten. Grundsätzlich handelt es sich um Magister, die an Doppeldiplomprogrammen an der TU Ilmenau und der TU Lappeenranta teilnehmen. Darüber hinaus haben wir im Sommer 2020 gemeinsam mit der Ritsumeikan Universität (Japan) das erste Online-Projekt "COVID-19: Current Impact and Future Workplace" verwirklicht. 

- Wie viele ähnliche Online-Projekte wurden bereits umgesetzt?

- Insgesamt hat die ETU "LETI" fünf Projekte in Kooperation mit Universitäten in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Chile und Japan durchgeführt. Im Jahr 2022 haben wir vor, ein weiteres langfristiges gemeinsames Projekt mit Universitäten in Frankreich und Japan sowie ein Projekt mit der University of Technology Malaysia zu starten. 

- Besteht jetzt die Möglichkeit, im Rahmen von Mobilitätsprogrammen in andere Länder zu fahren?

- In vielen Ländern wurden die meisten Coronavirus-Beschränkungen bereits aufgehoben und die Universitäten öffnen ihre Türen für internationale Studierende. Unsere Universität nimmt zurzeit Studenten für das Frühjahrssemester 2022 auf, sodass sie eine einzigartige Möglichkeit haben, an Universitäten in Deutschland, Norwegen, Mexiko, Frankreich, Finnland, Taiwan und Südkorea zu studieren. 

- Kommen ausländische Studenten jetzt nach St. Petersburg, um an der ETU "LETI" zu studieren?

- Ausländische Studierende können nach Russland bei negativem PCR-Test einreisen. So sind zum Herbstsemester Studenten von Partneruniversitäten aus Deutschland, der Türkei und Frankreich gekommen. Zwei von denen studieren Künstliche Intelligenz und der dritte – Automatisierung und Mechatronik. Im Frühjahrssemester kommen Studierende der englischsprachigen Masterstudiengänge aus Frankreich, Belgien und anderen Ländern. 

- Gibt es an der "LETI" ein Betreuungsprogramm für Studenten, das das Leben in St. Petersburg und das Studium an der Universität erleichtert? 

- Für die Betreuung und Beratung ausländischer Studenten, für welche unsere Universität der Hauptstudienort ist, ist das Internationale Studentenbüro zuständig. Die Abteilung für Internationale Akademische Mobilität seinerseits betreut diejenigen Studierenden, die im Rahmen von Austauschprogrammen an der ETU "LETI" studieren. In diesem Jahr starteten wir das Buddy-Programm. Es soll den ausländischen Studierenden helfen, sich wohl und willkommen zu fühlen, die Stadt und die Universität kennenzulernen.

- Können unsere Studenten an internationalen Konferenzen und Seminaren teilnehmen?

- Seit 2018 nimmt die ETU "LETI" am jährlichen internationalen Seminar "Joint Workshop for Global Engineers in Asia and Beyond" teil, an dem auch Universitäten aus Malaysia, Thailand, Taiwan und Japan teilnehmen. Das Programm des Seminars beinhaltet die Präsentation von Entwicklungen der jungen Forscher. Dieses Jahr wurde dieses Seminar an der "LETI" im Online-Format durchgeführt.