Nanopartikel in der Medizin anwenden

Nanopartikel in der Medizin anwenden

Kamil G. Garejew vom Lehrstuhl für Mikro- und Nanoelektronik der ETU "LETI" untersuchte die strukturellen Eigenschaften von Magnetit-Silikat-Nanopartikeln.

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Wissenschaftler der St. Petersburger Elektrotechnischen Universität "LETI", der Polytechnischen Peter-der-Große-Universität Sankt Petersburg und der Polytechnischen Universität Madrid haben den klassischen Ansatz zur Untersuchung magnetischer Flüssigkeiten angewendet und verbessert, was die Möglichkeiten des Einsatzes in der medizinischen Diagnostik erweitert. Magnetische Flüssigkeiten sind flüssige Substanzen, die in Gegenwart eines Magnetfelds stark polarisiert werden. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Applied Sciences veröffentlicht.

Die Forschungsgruppe, an der Kamil G. Garejew teilnahm, verwendete die bestehende Methode der dynamischen Lichtstreuung, um die Größenverteilung sowohl einzelner magnetischer Partikel als auch ihrer Aggregate in magnetischen Flüssigkeiten zu untersuchen. Die Wissenschaftler synthetisierten eine Magnetit-Silikat-Magnetflüssigkeit unter Verwendung der patentierten LETI-Methode aus einer wässrigen Lösung von Eisenchlorid (III) und Eisensulfat (II) und untersuchten anschließend ihre optischen, strukturellen und magnetischen Eigenschaften. Die Partikelgrößenverteilung der magnetischen Flüssigkeit wurde mittels Mikroskopie untersucht. Die Phasenzusammensetzung wurde durch Analyse der Reflexion von Röntgenstrahlen und Elektronen von den Partikeln der magnetischen Flüssigkeit bewertet, und die magnetischen Eigenschaften wurden mittels der Methode der Schwingungsmagnetometrie untersucht.

Mit der verbesserten Methode der dynamischen Lichtstreuung wurden die strukturellen Eigenschaften von Magnetit-Silikat-Nanopartikeln untersucht. Dies ist ein Schritt in Richtung ihrer Umsetzung in der medizinischen Praxis, insbesondere in der Magnetresonanztomographie. Darüber hinaus können mit dieser Methode Nanopartikel nicht nur in magnetischen Flüssigkeiten, sondern auch in biologischen Lösungen untersucht werden.