Magnetische Nanopartikel bei der Behandlung von Tumoren

Magnetische Nanopartikel bei der Behandlung von Tumoren

Eine neue Methode zur Krebsbehandlung, die auf dem Prinzip der gezielten Wirkstoffabgabe basiert, wird es ermöglichen, dem Körper weniger Schaden zuzufügen.

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Heute ist eine der wichtigsten Methoden zur Behandlung von Tumorerkrankungen die Chemotherapie, also die Verabreichung von Zytostatika, die das Wachstum und die Entwicklung sowohl von Krebszellen als auch von gesunden Zellen stören. Das größte Problem dabei besteht eben in einer Zerstörung von gesunden Zellen.

"Einer der vielversprechenden Ansätze zur Lösung des Problems der zytostatischen Toxizität ist die Methode des gezielten Wirkstofftransports mit nanoskaligen Trägern, die eine lokale Anreicherung von Wirkstoffen im Tumorgewebe bewirken, ohne deren Konzentration in gesunden Organen und Geweben zu erhöhen", erklärt der Dozent des Lehrstuhls für Mikro- und Nanoelektronik der ETU "LETI" Kamil G. Garejew.

Forscher der St. Petersburger Elektrotechnischen Universität "LETI" zusammen mit Kollegen des Nordwestlichen Föderalen Medizinischen Forschungszentrums W. A. Almasow schlugen ein neues Prinzip der Verwendung magnetischer Nanopartikel bei der gezielten Wirkstoffabgabe vor.

Das beschriebene Prinzip besteht darin, einen speziellen Stent (​​ein Netz aus einer besonderen Legierung mit Formgedächtnis, mit daran befestigten Neodym-Magneten) in das tumoröse Organ zu platzieren. Über mehrere Blutzirkulationszyklen konzentrieren sich die magnetischen Nanopartikel an der Stelle, an der sich der Stent befindet.