Die Echtheit des Gemäldes feststellen

Die Echtheit des Gemäldes feststellen

Die Mitarbeiter der ETU "LETI" halfen, die Authentizität von Schischkins Etüde aus dem späten 19. Jahrhundert mithilfe von Radiographie festzustellen.

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Der berühmte russische Künstler Iwan I. Schischkin (1832 - 1898) malte Anfang der 1890er Jahre zwei Etüden für das Gemälde "Eichen im Alten Peterhof" (Größe ca. 70x105 cm). Beide Etüden befanden sich in der Sammlung des Forschungsmuseums der St. Petersburger Ilja-Repin-Akademie der Künste. Eine der Etüden wurde gestohlen – das Bild wurde aus dem Rahmen geschnitten und die Leinwand wurde herausgenommen.

Die Polizei fand das gestohlene Werk, aber nach der Rückgabe des Schischkins Gemälde standen die Mitarbeiter der Akademie vor einer wichtigen Aufgabe: zweifelsfrei zu beweisen, dass das gefundene Gemälde keine Fälschung war.

Die Herausforderung bestand darin, mithilfe der Radiographie Merkmale sichtbar zu machen, die für das menschliche Auge unsichtbar sind. Diese Analysemethode ist die sicherste für die Untersuchung solcher Kunstwerke. Um hochpräzise Aufnahmen zu erhalten, verwendeten die LETI-Forscher ein tragbares Mikrofokus-Röntgengerät. 

Die Mitarbeiter des Lehrstuhls für elektronische Geräte und Anlagen der ETU "LETI" fotografierten beide Etöden: die gestohlene und die in der Sammlung verbliebene. Dann verglichen die Fachleute der Akademie der Künste die Merkmale der Erstellung von Etüden nach verschiedenen Kriterien: Grundierung, Farbauftrag, Zeichenstil usw. Röntgen hat in dieser Angelegenheit einen eindeutigen Punkt gesetzt: Beide Bilder wurden vom selben Autor geschrieben.