Induktionsofen zur Untersuchung von Magma

Induktionsofen zur Untersuchung von Magma

An der ETU "LETI" wurde die Ausführung eines Induktionsofens für die Untersuchung von vulkanischem Magma entwickelt.

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Vulkanologen aus Kamtschatka baten ihre Kollegen von der ETU "LETI" darum, einen Ofen zu entwickeln, mit dem es möglich wäre, die Bewegung von Gasen und die Bildung von Bomben (Kugeln aus geschmolzenem Magma), die mit großer Geschwindigkeit aus aktiven Vulkanen "herausfliegen", genau zu simulieren. Solche Anlage sollte eine Schmelzhöhe von 3 Metern in einem kalten Tiegel sicherstellen. Diese Aufgabe erfüllten die Forscher des Labors für Induktionsschmelzen in einem kalten Tiegel des Lehrstuhls für elektrotechnologische und Umformtechnik der ETU "LETI".

In der ersten Phase der Erstellung der Anlage erhielten die LETI-Forscher eine Magmaschmelze aus dem Vulkan Kamtschatka bei einer Temperatur von 2500 Grad. Anschließend berechneten sie anhand der gewonnenen experimentellen Daten und der entwickelten mathematischen Modelle die Parameter aller Elemente der innovativen Anlage: des Tiegels, des Induktors (Erhitzers) und des Generators. Durch Berechnung wurden auch die Temperaturverteilungen und die Bewegungsgeschwindigkeit der Schmelze ermittelt. Betrachtet wird die Simulation von Zweiphasenströmungen des Verhaltens eines Gasgemisches mit einer Schmelze.

Die LETI-Forscher haben vor, im Herbst einen funktionierenden Prototyp zusammenzubauen. Im Jahr 2023 ist geplant, eine Anlage mit einem Metertiegel zu erstellen. Die Forschung wird gemeinsam mit dem Institut für Vulkanologie und Seismologie durchgeführt.