Hochpräzise Fehlerdiagnose

Hochpräzise Fehlerdiagnose

An der ETU "LETI" hat man eine Anlage zur Qualitätskontrolle von Industrieprodukten mittels Ultraschall entwickelt.

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An der ETU "LETI" wurde eine Anlage zur zerstörungsfreien Prüfung beliebiger flacher Objekte entwickelt, die bei Untersuchungen zum Vorhandensein interner Mängel in Industrieprodukten verschiedener Formen und Größen eingesetzt werden kann. Diese Entwicklung wird bereits am Lehrstuhl für Elektroakustik und Ultraschalltechnik der Universität erfolgreich genutzt.

Das Gerät besteht aus vier Teilen: einem Fehlerdetektor mit Ultraschallwandler, einem mechanischen Positionierungssystem, einer Steuereinheit für dieses System und einem Behälter mit Wasser, in den das Prüfobjekt gelegt wird. Dabei fungiert Wasser als Koppelflüssigkeit, deren Anwesenheit für die Übertragung des Ultraschalls vom Wandler zum Prüfling erforderlich ist. 

Der Ultraschallwandler übernimmt die Funktion der Erzeugung und Aufzeichnung von Schallenergie. Gleichzeitig verfügt die Anlage über fünf Bewegungsachsen dieses Elements, von denen zwei zur automatischen Abtastung und die restlichen drei zur präzisen Positionierung des Sensors senkrecht zum Prüfobjekt dienen. Der Wandler ist mit der Fehlerdetektoreinheit verbunden, die die empfangenen Daten in Echtzeit verarbeitet und die Ergebnisse an einen Computer mit spezieller Software überträgt, die ebenfalls von LETI-Spezialisten entwickelt wurde. Während der Scan fortschreitet, erscheint auf dem Monitor ein Bild des untersuchten Produkts, anhand dessen Analyse man dessen innere Struktur beurteilen kann. 

Die Entwicklung kann in zwei Betriebsweisen genutzt werden: manuell und automatisch. Im ersten Fall wird die Bewegung des Ultraschallwandlers vollständig von einer Person gesteuert; im zweiten Fall muss lediglich der Kontrollbereich eingestellt und der Scanvorgang gestartet werden. In diesem Fall werden die während des Scanvorgangs an jedem Punkt erfassten Messungen mit dem Koordinatensystem des kontrollierten Produkts verknüpft.